Festredner und Ehrengäste würdigten bei der Eröffnung die Bedeutung des Schwarz Digits Campus für den Technologiestandort und trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein.
In fünf Jahren Bauzeit hat die Schwarz-Gruppe einen neuen Campus mit 3500 Arbeitsplätzen errichtet. Mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist der Schwarz Digits Campus nun offiziell am Dienstag, 21. Juli eröffnet worden. Der neue Standort soll die Region Heilbronn als Zentrum für Digitalisierung, Cybersecurity, Cloud-Technologien und Künstliche Intelligenz weiter stärken, aber auch moderne Arbeitswelten mit viel Raum für Austausch für die Mitarbeiter bieten.
Von den ersten Gesprächen zwischen der Schwarz-Gruppe und der Stadt Bad Friedrichshall bis zum Einzug hat es knapp zehn Jahre gedauert. Die Entscheidung für das Projekt fiel 2018, Spatenstich war 2021. Entstanden sind auf 15,5 Hektar Fläche fünf Gebäude mit 60.000 Quadratmeter Bürofläche, mehr als 500 Besprechungsräume, ein Medienraum mit 500 Plätzen, Fitnessräume, 18 Menülinien im Restaurant mit 1400 Sitzplätzen, davon 400 auf einer Terrasse, eine Kita mit 280 Kindern und Lounge-Areas. Diese Zahlen machen klar, dass der neue Digits Campus ein bedeutsamer Wirtschaftsstandort für den Großraum Heilbronn ist.
Zwar zogen die ersten Mitarbeiter bereits im Januar ein und seit April alle bislang in der Region verstreuten Digitalabteilungen, auch von Kaufland und Lidl. Doch erst jetzt wurde der Campus mit fünf Gebäuden für 3500 Arbeitsplätzen offiziell in Betrieb genommen.
Im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier standen Innovation, Digitalisierung und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Heilbronn. Die Redner waren Schwarz Digits CEO Christian Müller, Bürgermeister Timo Frey, Gerd Chrzanowski, Komplementär der Schwarz-Gruppe, Christoph Hopfenzitz, Vorstand Schwarz Operative Solutions, die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und zugeschaltet war Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Mit dem Neubau verfolge die Schwarz-Gruppe mehrere Ziele, denn es gehe darum, junge Leute in der Region zu halten, die als ITler arbeiten wollen, es gehe aber auch darum, eine führende Rolle bei der digitalen Souveränität einzunehmen, sagte Gerd Chrzanowski. In der aktuellen Weltlage sei das eine Sicherheitsgarantie. „Wir stehen für ein starkes Deutschland und Europa. Nur wer stark ist, kann ein geschätzter Geschäftspartner sein.“
Christian Müller ergänzte, dass die Schwarz-Gruppe definitiv Hyperscaler werden wolle, also als Cloud-Dienstleister auf eine Stufe mit den IT-Riesen Amazon, Google, Microsoft und Alibaba aufsteigen wolle. Schwarz Digits betreibt inzwischen sieben Rechenzentren, das achte ist derzeit in Brandenburg in Bau.