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Weg des Erinnerns

Station 3 - Querstollen

 

Über einen zusätzlichen Schacht wollte der sogenannte Rüstungsstab des Deutschen Reiches 1944 das Salzbergwerk in Kochendorf als unterirdische Rüstungsfabrik nutzbar machen – der bestehende Zugang am Neckar zu den Kammern in 180 Meter Tiefe alleine wäre wegen einer möglichen Zerstörung bei einem Luftangriff zu riskant gewesen. Der weitere Schacht wurde auf dem Lindenberg, in etwa 170 Meter Entfernung von hier, vertieft. Nach Fertigstellung sollte der Förderkorb mit einem Bunker mit mehreren Metern dicken Wänden vor Luftangriffen geschützt werden. Ein Ausgang aus dem Schacht war auf dem Lindenberg nicht vorgesehen. Dieser sollte im geschützten Tal an dieser Stelle entstehen. Dazu wurde ein Stollen – auch Hängebankstrecke genannt – waagrecht in den Berg getrieben („Vorstollen-Variante“). Er sollte die Verbindung zum Schacht auf dem Lindenberg herstellen und über ihn sollte die Warenein- und ausfuhr des unterirdischen Rüstungsbetriebs laufen. Der An- und Abtransport über den Bahnhof sollte mit Hilfe einer Schmalspurbahn erfolgen, die Gleise dafür wurden während der letzten Kriegswochen bereits verlegt.

Die Arbeiten an dem Querstollen wurden am 1. Oktober 1944 aufgenommen. Damit beauftragt war die Vereinigte Untertag- und Schachtbau GmbH (Veruschacht) aus Essen, eine Tochter des Bauunternehmens Hochtief AG.

Bis Oktober 1944 zählte Veruschacht 153 Arbeitskräfte, darunter 70 ausländische Zwangsarbeiter. Anfang Oktober 1944 mietete das Unternehmen zusätzlich 10 Häftlinge vom KZ Kochendorf, die während der Arbeit von zwei SS-Soldaten bewacht wurden. Am Ende des Monats erhöhte Veruschacht die Zahl der Häftlinge auf 20. Sehr wahrscheinlich mussten die KZ-Häftlinge die schweren Erdarbeiten im Tunnel übernehmen. Berichte darüber liegen aber keine vor.

Bis zum Kriegsende war der Stollen, der 161 Meter lang werden sollte, nicht fertig gestellt. Wie tief er in den Berg reichte, ist nicht bekannt. Gegen Einsturz gesichert wurde der Stollen mit Holzbohlen. Anwohner holten sich nach dem Krieg diese Pfosten als Brennmaterial aus dem aufgegebenen Stollen. Darauf brach der Tunnel nach und nach ein. Zum Teil wurden Einsturzkrater verfüllt. Noch heute werden Hohlräume in dem Berg vermutet.

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